Gedichte

Ich gab Liebe

Ich gab Liebe. Jedem, allen, nur nicht mir.

Ich liebte. Jeden, alle, nur nicht mich.

Ich wollte geliebt sein. Von jedem, von allen, nur nicht von mir.

Ich sah, erkannte. Und wandte mich ab.

Von da an liebte. Ich nur noch mich..

Ich war einsam. Gestern und Heute.

Ich suchte. Lehrer und Meister?

Niemand half. Liebte mich keiner?

Ich sehnte mich. Nach Tod und Leere.

Ich erwachte. Am Abgrund.

Ich sah, erkannte. Liebe ist in mir.

Ich lernte zu Lieben.

Ich liebte mich und das Leben.

Ich gab Liebe denen, die ich liebte.

Ich fühlte Liebe.

Ich sah Liebe.

Ich fand Liebe.

© S. Müller

 

    Kriegerherz
    Kriegerseele Kriegerherz
    Kennst weder Angst noch kennst du Schmerz
    Liebst nur des Schwertes Klinge
    So hebt man dich empor
    Doch sieht kein Auge dich
    Dann traurig sinkt dein harter Blick
    Und du hältst inne
    Voll Harm und einsam nur
    Kriegerherz Kriegerseele
    Die Liebe keinem Menschen fehle
    Da sonst die Feuerstarke Klinge
    Sich nicht zu ziehen lohnt.
    © 2003 S. Müller

Blume085

    Licht
    Schwarzer Schatten berührt mich nicht
    Ich stehe im Licht
    Dunkle Gedanken entstehen nicht
    Ich sehe das Licht
    Finstere Mächte erreichen mich nicht
    Sie scheuen das Licht
    Wo geh ich hin, Wo komm ich her?
    Warum ist der Weg so schwer?
    Warum manch Hindernis so hoch?
    Warum in mir manch tiefes Loch?
    Wo ist jemand, der mir Antwort gibt?
    Wo ist jemand, der mich wirklich liebt?
    Wer versteht mich überhaupt?
    Wer ist da, der an mich glaubt?
    Hast du die Antwort schon gefunden?
    Hast du die Hürde überwunden?
    Sind deine Fragen schon gestellt?
    Bist du am Ende deiner Welt?
    Fragst du nicht mehr und bist zufrieden?
    Dann ist dein Ende dir beschieden!
    S. Müller 2000

 

Ich bin


Ich bin, die ich bin,
Eine Liebe mir selbst,
Mir selbsteigener Traum
Wie magische Wirklichkeit

Ich bin, die ich bin
Eine wilde Frau
Erdkraftvoll weiblich
Magisch
Und wirksam
Mir selbst zur Freude.
Kraftvoll singen meine Werke
Ein heilsam Lied

Ich bin, die ich bin
Leuchtende kraft
Wiederkehr magischen Wissens
Ein Kind der Erde
Eine heilsame Frau
Denn heilend sind meine Glieder
Wirksam zuerst mir selbst
Dann schöpfend
Aus dieser Kraft
Für andere

Ich leuchte und siege
Singe mich Frei
Tanze den Sprung des Lebens
Mir selbst zum Heil
Siege damit
Auch andere frei


(Autorin nicht bekannt)

 

 

Die innere Stimme

Wo komm ich her wo geht ich hin?

Wo find’ ich meines Lebens Sinn?

Ich höre dies und sehe das,

doch keine Antwort auf das „Was“!

Doch mit der Zeit nahm ich sie wahr,

ein zartes Stimmchen, wunderbar.

Der Klang, so liebevoll und zärtlich.

Die Worte wahrhaftig und ehrlich.

Ich seh’ mich um und frag’ woher,

doch da ist gar niemand mehr.

Ich lausche und erkenn erstaunt,

die Stimme aus mir selber raunt.

Es ist die Stimme meiner Seele,

auf das mir nie mehr eine Antwort fehle.

© Susanne Müller 2002

 

Sonnenstrahl1.JPG1

Anirose

Mondmagie

Zauber der Wolken

die im Nachtlicht dunkle Schatten werfen

und wilden Fabeln gleich

mit dem Wind über die Erde reiten.

 

Baum und Büsche

Bizarre Gestalten die am Wegesrand steh’n

und stumm die Waffen heben

bedrohen oder schützen Dich

 

Seen und Meere

Kristallschimmerde Verheißung

Die mit sanften Raunen, auf den Lichtweg locken

um dich in ihre Welt zu senken.

 

Mondmagie

Das Licht der Nacht

Sanfer Schimmer der die Sinne narrt

Jeden Mond seit die Erde lebt.

S. Müller 2003

Unendliche Weiten, graues Land

Unendlicher Traum, aus Angst entstand

Ein Licht, ganz klein, unendlich fern

Wird größer und heller, unendlicher Stern

Ist innere Stärke, unendliche Kraft

Strahlendes Leben, das Unendliches schafft

Der Traum ist zu ende, die Angst geht vorbei

Das Ziel ist der Anfang, ein einziger Schrei

Sonnenuntergang

 

glitzer217Elfe

von einer sehr lieben Freundin

 

Durch Feuer geschmiedet
von Zweifeln zerrissen
von Zäunen umfriedet
sind Herz und Gewissen

Auf der rastlosen Flucht
vor der Vergangenheit
die in der Zukunft sucht
was die Seele befreit

Welch friedvolle Gabe
doch ist des Glaubens Kraft.
kein Zweifel ich habe,
welche Ruhe dies schafft.

Doch ist Zweifel mein Fluch
und bin stetig getrieben
Erkenntnis ich such
und bin Tor geblieben.

Die Wahrheit ist scheinbar,
perspektivisch verzerrt,
nur schwer vereinbar,
das Ziel bleibt verwehrt.

Ich finde nur Fragen,
ich glaube zu wissen
kann´s kaum ertragen,
verzweifelt, zerrissen.

Meines Lebens Liebe,
so lass´ ich Dich gehen.
Des Sinns junger Triebe
in der Hoffnung vergehen.

 

©S. R. 2008

 

Ich bin ein Baum
 

Ich bin ein Baum mit vielen Blättern,
ein starker Stamm, der den Stürmen trotzt.
Meine Wurzeln wachsen in warmer Erde,
zum Himmel erhebt sich hoch meine Krone.


Ich war eine Weide am dunklen Gewässer,
lebte schon lange vor heutigen Leuten.
Trauer trug ich um tausend Geschlechter,
wuchs am Weiher weiter dennoch.


Bin eine Birke nun, blühend und jung.
Der Frühling färbt mich frisch und hell.
Weiß und wundlos wächst meine Rinde.
Zarte Zweige zeig ich dem Morgenlicht.


Bin schon bald eine Buche am Wege,
breite aus meine Arme nach allen Seiten.
In die Rinde geritzt trag ich manche Runen,
bin groß und grau und glatt nimmermehr.


Eine alte Eiche werde ich einmal sein.
Rauh und rissig rag ich empor.
Habe Wind und Wetter wohl überstanden,
bin hart und harzig, bis der Herbst mich entlaubt.


Ich bin ein Baum mit vielen Blättern,
ein starker Stamm, der den Stürmen trotzt.
Meine Wurzeln wachsen in warmer Erde,
zum Himmel erhebt sich hoch meine Krone.

(Fritz Steinbock)

Die Eiche

 

 

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